Die Lausitz und der Spreewald

AUF DEM WASSER EINE GANZE REGION ENTDECKEN

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Lange Zeit blieb der Spreewald den Menschen aus dem Westen weitestgehend verborgen, befindet er sich doch in der Lausitz, auf dem Staatsgebiet der ehemaligen DDR. Heute ist er ein touristischer Hotspot, kritisch betrachtet durchaus ein Paradebeispiel von "Overtourism". Das ändert aber nichts an seinem Charme und seiner Idylle! Da sind vor allem die Sorben mit ihren bunten Trachten und Traditionen, die den Spreewald bis heute prägen. Sie waren es, die diese einmalige Landschaft kultiviert und gleichzeitig als naturnahe Auenlandschaft erhalten haben. Der Spreewald steht auch für Gurken und Leinöl, Blaudruck, sorbische Ostereier und nicht zuletzt für den „TV-Spreewaldkrimi“. Weite Bereiche sind bis heute nur auf dem Wasserweg, den Fließen – vorzugsweise mit Kähnen – erreichbar. Fährmann und Kahn prägen das Bild vom Spreewald. Mit ihm durch dieses von der Natur geschaffene ökologische Gesamtkunstwerk zu gleiten, ist ein unvergesslisches und entschleunigendes Erlebnis. Nebenbei erfährt man so manches Legendäre und Schrullige – von Geistern, Wassermännern, Moorleichen und woher der Ausdruck "Auf die hohe Kante legen" kommt... Wer es sportlich will, mietet sich ein Kanu, ein Paddelboot oder strampelt sich am 260 km langen „Gurkenradweg“ ab.

WENN MAN ETWAS AUF DIE HOHE KANTE LEGT

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Woher dieser Spruch tatsächlich stammt, ist nicht geklärt. Angeblich aus dem Mittelalter, wo man sein Geld oder seine Wertgegenstände in der Stube irgendwo weiter oben, auf einem (Bett-)Rahmen oder in einem Geheimfach – jedenfalls aus dem Sichtbereich eines potentiellen Langfingers, versteckt hat. Die Spreewälder Fährleute wiederum haben aber ihre eigene, ganz uneigennützige, Erklärung. Wollte ein Kahnfahrer einst eine Schleuse passieren, musste er dem Schleusenwärter, bevor er den Wasserspiegel absenkt, ein paar Münzen vom Kahn aus auf die Kante legen, die nach dem Absenken natürlich eine hohe war. Heute wird diese Tradition nur allzu gerne mit den Touristen fortgesetzt, und sie freuen sich sogar noch! Wahr oder nicht – egal? Wenn nicht, so ist diese Geschichte gut erfunden. Sehr gut sogar!


  • Alfred Schretter

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